M3

BMW M3 E30: Seine Pausbacken waren nicht jedermanns Geschmack. Doch wer ihn fuhr, war begeistert.

So sah das auch die Motor Klassik in ihrer Februar-Ausgabe 2003: "... Im Grunde müsste man jeden, der keinen Alfa Bertone in der Garage hat, zum Tölpel des Monats küren, wenn es nicht den BMW M3 gäbe. Der kann es zwar in Sachen Ausstrahlung und Eleganz nicht wirklich mit dem Bertone aufnehmen. Andererseits ist er deutlich näher an der Rennstrecke angesiedelt als der italienische Schönling. Geboren 1986 als Homologationsmodell für die Tourenwagen-Meisterschaft, kennt der 215-PS-Vierzylinder auch heute noch auf- und abseits der Rennstrecke nur wenige Gegner. Das Zylinderkopflayout mit vier Ventilen je Brennraum stammt vom M1, das Fünfganggetriebe hat den ersten Gang rennmäßig hinten links, und das Fahrwerk wurde auf der Nordschleife und dem Hochgeschwindigkeitsoval in Nardo abgestimmt. Bei allen Sportwagen-Eigenschaften indes ist der M3 ein BMW geblieben - mit exzellenter Verarbeitung, ausdauernder Technik und problemloser Ersatzteilversorgung. Wer allerdings ein Exemplar mit ungewisser Vorgeschichte, abgedunkelten Scheiben und kryptischen Aufklebern auf der Heckscheibe erwirbt, ist selbst schuld. Mit Sachverstand eingekauft und ordentlich umsorgt, wird ein M3 heute jede Menge Freude bereiten und morgen im historischen Rennsport ein gesuchtes Gefährt sein."

Besonders selten und daher für Sammler interessant ist die Cabriolet-Version. Vorsicht ist bei den Ravaglia- und Cecotto-Versionen geboten: viele angebotene Fahrzeuge sind "nur" nachträglich umgerüstete "normale" M3. Jeden BMW M3-E30 heißt es aufzubewahren, wenn man denn noch einen angeboten bekommt.